Vermins ziehen ins Halbfinale um die deutsche Softball-Meisterschaft ein
Guggenberger Legionäre Regensburg – Wesseling Vermins 10:3 / 5:7 / 12:8
Am letzten Augustwochenende starteten die Play-offs der diesjährigen Softball-Bundesliga Saison. Die Wesseling Vermins empfingen als Nordmeister die Guggenberger Legionärinnen aus Regensburg, die in der regulären Saison den vierten Platz in der Bundesliga Süd belegten. Somit kam es wie auch im letzten Jahr zu einem Aufeinandertreffen beider Teams im Viertelfinale und für die Vermins ergab sich die Möglichkeit, sich für das letztjährige Ausscheiden gegen die Legionärinnen zu revanchieren.
Spiel 1 (10600101-1):
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | R | H | E | |
| Wesseling | 2 | 3 | 1 | 0 | 4 | – | – | 10 | 15 | 1 |
| Regensburg | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | – | – | 3 | 5 | 4 |
Im ersten Spiel der Viertefinalserie starteten die Damen aus Wesseling aufgrund des Best-of-three Modus in der Offensive. Szalay und Ernst konnten nach Walk und Error die ersten beiden Punkte des Spiels auf das Scoreboard bringen, ehe die Regensburger Defensive um Pitcherin Pfanzelt durch drei Groundouts das erste Halbinning beendete. Im direkten Gegenzug konnten die Legionärinnen durch einen Hit by Pitch von Stouder, Double von C. Dirscherl und Single von Gruber den Spielstand auf 2:3 zu ihren Gunsten drehen. Doch auch die Antwort der Vermins ließ nicht lange auf sich warten. Im zweiten Inning kam zunächst Schmitz durch einen Hit aufs erste Base, Huliaeva folgte mit einem Fielders Choice und das Groundout von Szalay ließ den Ausgleichspunkt scoren. Ernst und Sistig mit zwei aufeinanderfolgenden RBI-Doubles sorgten für die zwischenzeitliche 5:3 Führung. Pitcherin Block überzeugte im zweiten Inning mit einem Groundout und zwei Strikeouts. Im dritten Inning wechselten die Regensburgerinnen die Pitcherin und L. Dirscherl übernahm im Circle. Bei den Vermins brachten sich Pfeiffer, Huliaeva, Szalay und Ernst durch Singles auf Base und konnten einen weiteren Punkt über die Platte bringen. Sowohl das dritte Inning unten, als auch das komplette vierte Inning konnten weder die Legionärinnen, noch die Vermins Punkte erzielen, sodass es mit dem Spielstand von 6:3 ins fünfte Inning ging. In diesem drehten die Wesselingerinnen nochmal richtig auf und konnten durch vier Basehits sowie einem 2-RBI Single von Schwartz vier Punkte scoren. Da die Legionärinnen im fünften Inning unten lediglich durch Single von Stouder und Double von Gruber aufs Base kamen, daraus aber keinen Punkt erzielen konnten, griff die 7-Run-Mercy-Rule und das erste Spiel ging mit 10:3 an den Nordmeister.
Spiel 2 (10600101-2):
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | R | H | E | |
| Regensburg | 1 | 2 | 0 | 0 | 0 | 4 | 0 | 7 | 9 | 1 |
| Wesseling | 0 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 | 3 | 5 | 10 | 2 |
Im zweiten Spiel starteten nun die Gäste aus Regensburg in der Offensive und sahen sich Pitcherin El-Mahmoud gegenüber. Diese begann mit einem Strikeout gegen Leadoff Eiting, ehe Stouder durch Walk aufs Base kam. Ein weiteres Strikeout gegen C. Dirscherl brachte schnell das zweite Out ein. Der Single von Gruber und der Error auf Giles Schlag ließen Stouder punkten, bevor das dritte Strikeout die Offensive wechseln ließ. Für die Regensburgerinnen bildeten Giles und Stouder die Battery. Ernst per Double und Block per Single besetzten die zweite und dritte Base, konnten aber nach Flyout und Strikeout nicht in Punkte verwandelt werden. Im zweiten Inning waren es Single von Hagengruber, Walk von Eiting, Single von Stouder und Single von C. Dirscherl, die zwei Punkte einbrachten und die Führung der Gäste auf 3:0 erhöhte. Im direkten Gegenzug konnte Giles drei Strikeouts in Folge für sich verbuchen. Wesselinger Pitcherin El-Mahmoud konnte im dritten Inning mit drei geworfenen Groundouts überzeugen und so die Gastgeberinnen wieder in die Offensive schicken. Hier kam zunächst Huliaeva durch Error aufs Base, es folgte Szalay mit Single und schließlich Block, die mit ihrem Hit den Spielstand auf 3:2 verkürzte. Dieser Spielstand blieb bis ins sechste Inning bestehen, da beide Pitcherinnnen in den Innings 4 und 5 nichts Verwertbares zuließen. Dann jedoch drehten die Legionärinnen auf und konnten durch eine Mischung aus Hits und Errors einen Punkt scoren und die Bases laden. Pitcherin Giles 3-RBI-Triple erhöhte den Spielstand auf 7:2. Die Antwort der Wesselingerinnen darauf kam zu spät. Im siebten Inning konnten Huliaeva, Szalay und Ernst auf den Sacrifice Fly von Block und den 2-RBI-Single von Sistig noch drei Punkte erlaufen, änderten aber nichts am 7:5 Erfolg der Gäste aus Regensburg, wodurch es zum entscheidenden dritten Spiel kam.
Spiel 3 (10600201-2):
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | R | H | E | |
| Regensburg | 2 | 0 | 5 | 0 | 0 | 0 | 1 | 8 | 9 | 3 |
| Wesseling | 5 | 0 | 2 | 4 | 0 | 1 | – | 12 | 8 | 3 |
Das dritte und entscheidende Spiel um den Einzug ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft fand am Sonntag, den 30.08.26 erneut in Wesseling statt. Für die Vermins startete Pitcherin Broziewski auf Sistig, die direkt einen Single von Eiting hinnehmen musste. Ein Flyout von Stouder folgte, ehe C. Dirscherl durch einen Error der Wesselinger Defensive bis aufs zweite Base, Eiting sogar bis aufs dritte Base vorrücken konnte. Der nachfolgende Intentional Walk für Gruber lud die Bases mit Giles am Schlag. Eiting punktete während des At Bats auf einen Wild Pitch und Dirscherl überquerte die Home Plate bei einem Squeeze Versuch, bei dem gleichzeitig Gruber zum zweiten Out des Innings gemacht werden konnte. Das Flyout von Pfauntsch beendete schließlich die erste Offensive der Regensburgerinnen mit zwei erzielten Runs als Resultat. Die Wesselingerinnen antworteten auf Pitcherin Pfanzelt im direkten Gegenzug mit fünf Punkten durch unter anderem Walk von Szalay, Single von Ernst, RBI-Single von Sistig, 2-RBI Single von Schwartz und RBI Flyout von El-Mahmoud. Das zweite Inning verlief für beide Teams punktlos. Im dritten Inning wurde dann das erste Inning von den erzielten Punkte einmal umgedreht: Regensburg scorte fünf Runs durch Hits von Eiting, Stouder, C. Dirscherl, Giles und Hagengruber, während Wesseling durch Sistig und Lagler auf die neue Pitcherin L. Dirscherl zweimal punktete. Der Spielstand nach drei gespielten Innings betrug somit 7:7. Im vierten Inning wechselten die Vermins auf Pitcherin Block, die zunächst keinen Punkt zuließ. Die Damen aus Wesseling hingegen starteten ihr viertes Offensiv-Inning mit einem Double von Szalay. Ernst folgte mit einem Bunt, der Szalay punkten ließ. Block legte ebenfalls einen Bunt hin, auf den Ernst bis aufs dritte Base vorlaufen konnte. Die anschließende Stolen Base brachte Block aufs zweite Base, ehe Sistig beide Läuferinnen durch ihren Single punkten ließ. Lagler wiederum brachte Sistig mit ihrem Bunt bis aufs dritte Base. Den vierten Punkt des Innings schlug Schwartz mit ihrem Sacrifice Fly nach Hause, sodass sich der Punktestand auf 7:11 änderte. Das fünfte Inning verlief wie das zweite punktlos und auch im sechsten Inning konnten die Regensburgerinnen keinen Run aufs Scoreboard bringen. Die Vermins punkteten im sechsten Inning einmal und gingen mit einer 7:12 Führung ins letzte Inning. Für die Gäste aus Regensburg konnte Leadoff Giles einen Walk erarbeiten und durch den Sacrifice Hit von Pfauntsch aufs zweite Base vorrücken. Das Flyout von Hagengruber brachte das zweite Out des Innings. L. Dirscherl ließ Giles durch ihren RBI-Single scoren, ehe ein Strikeout das Spiel beendete. Somit gewannen die Damen der Wesseling Vermins ein hart umkämpftes drittes Spiel mit 8:12 und ziehen ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft ein.
Die ersten beiden Spiele des Halbfinals finden am Samstag, den 05.09.26 in Stuttgart statt, während die Spiele 3 und eventuell 4 und 5 am Wochenende vom 12.-13.09.26 in Wesseling Berzdorf gespielt werden. Die Damen der Stuttgart Reds konnten sich in drei Spielen gegen die Paderborn Untouchables durchsetzen, die nun im Deutschlandpokal weiter aktiv sind. Die weitere Halbfinal Begegnung lautet Neunkirchen Nightmares gegen Freising Grizzlies, also ein Duell unter Bundesligisten des Südens.
Milena Ernst
Wesseling Vermins
Fotos von Valentin Römer


