„Klatsche“ im ersten, Rainout im zweiten Spiel

Bericht zum Nachholspiel unten

Vier Innings konnten die Challengers-Damen mit den Hamburg Knights mithalten, aber als der Regen einsetzte, setzte es dann auch Hiebe in Form von Basehits. Ein Neun-Punkte-Inning für die Hansestädterinnen verkürzte das Spiel auf fünf Innings.
Das zweite Spiel konnte aufgrund des Dauerregens nicht mehr angefangen werden. Dies erwies sich im Nachhinein auch als richtige Entscheidung, denn obwohl es eine knappe halbe Stunde nach dem Rainout kurz so aussah, als könnte es aufhören zu regnen, tat es dies tatsächlich erst gegen 18:30 Uhr.

Spiel 1:
Anke Grewe begann für die Challengers in guter Form am Rubber. Zwei schnellen Groundouts zum Shortstop Roxana Neuber folgte ein Flyball, der im Leftfield nicht gefangen werden konnte. Mit einem Single brachte Tina Backhaus dann Jenna Ausiello zur 1:0 Führung heim. Ein Flyout ins Centerfield beendete das Halbinning. Leonie Dohrendorf begann als Pitcherin für die Knights und musste gleich einen Single von Leadoff Emily Kaiserauer hinnehmen. Ein Bunt von Nicole Lautenschläger und ein Wildpitch brachten sie auf die dritte Base, Roxana Neuber folgte ihr mit einem Walk zumindest bis zur Ersten. Einen Punkt konnten beide jedoch nicht erzielen, denn zwei schnelle Aus beendeten das Inning.
Das 2. Inning begann mit “back-to-back-to-back” Singles von Alexandra Stüwe, Valentina Mommer und Katrin Lehmann. Einem ersten Strikeout folgte ein Bunt-Basehit von Ayla Bockelmann, den Überwurf an der ersten Base nutzte Lehmann für den dritten Punkt des Innings. Schließlich holte sich Anke Grewe mit zwei weiteren Strikeouts aus dem Inning heraus. Im Gegenzug folgten einem Strikeout drei Walks für Berlin. Leider verletzte sich Kim Ebeling bei einem möglichen Wildpitch zwischen den Bases. Ihr Stopp zwang Yvonne Büchner zur Rückkehr zur ersten Base, wo sie jedoch zum zweiten Aus ausgeworfen wurde. Kim Ebeling musste durch Julia Koska ersetzt werden, die anschließend zum 1:4 Anschluss durch Nicole Lautenschlägers Single einlief. Die nächsten beiden Offensivinnings der Hamburgerinnen verliefen „3-up-3-down“, wobei Anke Grewe zwei weitere Strikeouts warf und Melanie Sander große Reichweite im Centerfield bewies.
Im 3. Inning klopften die Challengers noch einmal an die Tür: ein Eröffnungssingle von Melanie Sander und ein Error auf den Bunt von Anke Grewe brachten Läufer auf die Corners. Hamburgs Coach Lauven brachte nun DP Ayla Bockelmann als Pitcher. Diese konnte zwar nicht verhindern, dass Anke Grewe die zweite Base „stahl“, als Hamburgs Catcherin bei einem Pickversuch an der dritten Base den Schläger von Sophia Sager in der Battersbox traf, warf dann aber fünf Strikeouts in Folge, bis Nicole Lautenschläger den Ball zur Beendigung des inzwischen 4. Innings zumindest ins Spiel brachte, wo er jedoch von Tina Backhaus routiniert in ein Groundout verwandelt wurde.
Im 5. Inning brach es dann doppelt über die Charlottenburger Verteidigung herein. Insbesondere das Infield ließ sich von den aggressiveren Ritterinnen den Schneid abkaufen und ihre Pitcherin nicht nur bildlich im Regen stehen. Sechs Basehits, drei Errors, ein Walk und eine insgesamt zu wenig entschlossen agierende Defense brachten neun Runs für Hamburg. Dem konnte die SCC-Offensive nur ein Flyout, ein Groundout und ein Strikeout entgegensetzen, so dass das Spiel frühzeitig beendet wurde.

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Spiel 2:
Das zweite Spiel konnte aufgrund des Dauerregens nicht mehr begonnen werden. Die Sonne brach erst gegen 18:00 Uhr wieder durch, konnte den Regen aber erst eine halbe Stunde später vertreiben.

Es folgt die Sommerpause, bis am 4.8. die Vermins zu Besuch kommen. Zwischenzeitlich freuen sich die Challengers auf die Softball-Juniorinnen-EM, wo es im letzten Gruppenspiel der Gruppe D am 24.7. zum vereinsinternen Duell zwischen Emily Kaiserauer (Deutschland) und Victoria Wildling (Österreich) kommen kann.

Andreas Buchholz
Berlin Challengers

Fotos: Nina Matthies

 

Nachholspiel Hamburg Knights – Berlin Challengers 13:01

Spiel 2, die Zweite:
Auch beim Nachholspiel Challengers – Knights wollte sich der Wettergott nicht ganz heraushalten. Einer kurzen Husche folgte ein etwas längerer Niederschlag, der aber vom aufmerksamen Umpire-Gespann Rex/Spogat frühzeitig erkannt wurde und nur für eine kurze Unterbrechung sorgte.

Mit dem Auswärts-Doubleheader bei den Köln Cardinals in den Knochen und nach einer diebstahlsbedingt verspäteten Heimfahrt gab es die eine oder andere Umstellung in der Startaufstellung der SCC-Damen. Juniorin Victoria Wildling trat als Pitcherin gegen das Hamburger Trio Leonie Dorendorf, Lisa Biesenack und Ayla Bockelmann an. Hamburgs Offense legte gleich gut los, Singles für Bockelmann und Biesenack und ein Wild-Pitch-Strike-Out für Alexandra Stüwe brachten im Zusammenhang mit einem nicht gefangenen Fly-Ball im Right-Centerfield drei Punkte für die Knights. Im Gegenzug konnte Lead-Off Jovana Gehle zwar nach einem Walk bis auf die dritte Base vorrücken, Punkte oder weitere Baserunner blieben jedoch Fehlanzeige. Auch im 2. Inning starteten die Ritterinnen gleich durch und legten zwei Basehits und ein weiteres Wild-Pitch-Strike-Out nach. Nach einem Sacrifice-Fly durch Jenna Ausiello folgten noch vier weitere Singles und ein Walk und das Halbinning hätte scheinbar noch ewig weitergehen können, wäre es der Berliner Verteidigung nicht zwischendurch gelungen, allzu aggressives Baserunning zu zwei Tag-Outs zu nutzen. Nach einem Ground-Out in Richtung erster Base konnten Julia Koska und Victoria Wildling für Berlin per Walk auf Base kommen. Ein missglückter Pick an Drei brachte Koska nach Hause, der nächste Pick von Alexandra Stüwe brachte dann aber das Aus an Drei.
Im 3. Inning gab es nur einen Punkt für Hamburg: Ayla Bockelmann wurde nach ihrem dritten Single von Jenna Ausiello mit ihrem zweiten Sacrifice-Fly nach Hause gebracht. Die Knights wechselten nun auf Biesenack als Pitcher. Unruhe kam aber nur im Hamburger Protokollwesen auf, als Roxana Neuber ungewohnterweise von links schlug und damit auch den einzigen Basehit für die Challengers erzielte. Hamburg hingegen konnte vier Singles und ein bisschen von allem (je einen Hit-by-Pitch, Walk und Wild-Pitch-Strike-Out) in vier weitere Punkte ummünzen. Closer Ayla Bockelmann ließ dann nichts mehr anbrennen und schaffte das einzige Three-Up-Three-Down-Halbinning des Spiels.

Ayla Bockelmann gelang es als Lead-Off der Hansestädterinnen, alle vier Plate-Appearances in Runs zu verwandeln, Lisa Biesenack fehlten dazu zwei Bases, sie erzielte zwei Runs und strandete zweimal auf Drei.

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Nächste Woche stehen sich beide Teams in einer Best-of-Three-Serie im Deutschland-Pokal erneut gegenüber. Austragungsort am Samstag und erforderlichenfalls Sonntag ist dann Hamburg, wo hoffentlich mal wieder die Sonne über beide Mannschaften scheinen wird.

Andreas Buchholz
Berlin Challengers

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