36 Grad, und es wird noch heißer. Mach den Beat nie wieder leiser ….
Berlin Ravens – Paderborn Untouchables 2:11/ 1:10
Nein, es waren knapp 40 Grad in Berlin und eine A2, die schon aufgab- nicht aber die Paderborner, die sich bis Berlin durchschlugen, um das Rückspiel gegen die Berlin Ravens zu bestreiten.
Spiel 1 (10411402-1):
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | R | H | E | |
| Paderborn Untouchables | 3 | 2 | 0 | 1 | 5 | 11 | 10 | – | ||
| Berlin Ravens | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | 1 | 4 |
Heute eröffnete Elise Sehzue auf Lillian Piske das Spiel. Nach einem soliden ersten Out folgten drei Basehits der Gäste, die das Spiel scheinbar schnell hinter sich bringen wollten. Doch bei Batter Nr. 7 wurde die Punktejagd mit einem Strikeout unterbrochen und bei Batter Nr. 8 mit einem Unassisted Out gestoppt.
Die drei Runs der Gäste beantwortete die Berliner Line-up jedoch mit einem klaren Plan. Lead-off Lea Hönicke erreichte die Base, Lillian Piske legte einen Bunt zum Weiterkommen und Kristee Salas verkürzte mit einem Double. Ein weiterer Bunt von Marina Seso brachte den zweiten Run nach Hause, sodass der knappe Spielstand einen spannenden Auftakt versprach.
Im zweiten Inning konnte Muther durch einen Error die Base erreichen, und auch die Untouchables bewiesen, dass sie Bunts legen können. Leider sorgte ein weiterer Fehlwurf für zu viel Unruhe im Feld. Bevor die drei Outs erzielt werden konnten, hatten die Gäste zwei weitere Runs auf das Scoreboard gebracht.
Pitcher Lee Lankhorst hatte nun besser ins Spiel gefunden, und die nächsten drei Ravens-Batter konnten mit ihren Kontakten keine Lücken in der Defensive finden. Elise Sehzue zog nach und schickte ihrerseits drei Batter in Folge zurück ins Dugout.
Die Hitzepause nach dem dritten Inning war dringend nötig, denn die Sonne stand mittlerweile im Zenit und der Himmel war wolkenlos.
Mit neuer Stärke zwang Lee Lankhorst die Berlinerinnen zu mehreren Pop-ups. Ganz ohne Punkte blieb das Inning jedoch nicht: Auf der anderen Seite konnte Stanz ihren Walk sowie zwei Wild Pitches dank des Sacrifice Fly von Lubnau in einen Run ummünzen.
Bei den Ravens fehlte erneut das Glück am Schlag. Im letzten Inning machten die Paderbornerinnen mit fünf weiteren Runs schließlich das vorzeitige Spielende perfekt. Unter den weiteren Hits durfte sich Wall über einen Homerun freuen. Die Offense der Ravens konnte dem nichts mehr entgegensetzen und brachte keinen weiteren Run über die Platte, sodass nach knapp eineinhalb Stunden die Mercy Rule griff.
Spiel 2 (10411402-2):
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | R | H | E | |
| Paderborn Untouchables | 0 | 1 | 5 | 0 | 4 | 10 | 11 | 0 | ||
| Berlin Ravens | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 1 |
Spiel zwei – und gefühlt war es in der Sonne noch einmal heißer. Die Temperaturen sollten an den Kräften aller Beteiligten zehren. Zwar sieht man eine Plate Conference mit Sonnenschirm nicht alle Tage, aber wenn es hilft, warum nicht?
Im Circle stand nun Lea H. auf Marina S., ihnen gegenüber Pitcher Wall auf Stanz. Das erste Inning versprach erneut Spannung, denn gegen den Berliner Pitcher konnten die Gäste zunächst keine Runs erzielen. Auf der heimischen Seite brachte sich Kristee S. mit einem Basehit auf Base und konnte dank ihrer Mitspielerinnen den ersten Run für die Ravens erzielen.
Im zweiten Inning gelang den Paderbornerinnen der Ausgleich, ehe sie durch ein Strikeout sowie starke Plays des Middle Infields gestoppt wurden. Pitcher Wall fand nun immer besser ins Spiel und schickte die nächsten drei Batter per Strikeout zurück auf die Bank.
Das dritte Inning lief aus Berliner Sicht überhaupt nicht nach Plan. Während Umpire und Pitcher der Hitze sichtlich Tribut zollten und die Trinkpausen ausgeweitet wurden, zahlte sich die Geduld der Paderbornerinnen aus. Fünf Runs brachten sie auf das Scoreboard. Aus den letzten Kraftreserven heraus zauberte Lillian Piske mit zwei zielgenauen Würfen zur Base zwei wichtige Outs, ehe Lea H. ihr Team mit einem Strikeout gegen Stanz zurück in die Offense holte. Eine kurze zweite Hälfte des dritten Innings schickte beide Teams mit einem Spielstand von 1:6 aus Berliner Sicht in die Hitzepause.
Nachdem beide Pools wieder mit kaltem Wasser gefüllt waren und auch das Infield seine Erfrischung durch die Rasensprenger erhalten hatte, ging es ins vierte Inning, in dem beide Teams punktlos blieben. Besonders erwähnenswert war das dritte Out der Ravens: ein 3-4-3-Play. Lieber Leser, spekulieren Sie gerne selbst, was sich dahinter verbirgt.
Man könnte meinen, die Ravens hätten an diesem Tag etwas gegen ungerade Innings. Denn auch das fünfte Inning gehörte den Gästen. Ein bunter Mix aus Hits in die Lücken und Fehlern in der Berliner Defence bescherte den Untouchables vier weitere Runs und eine 10:1-Führung. Nach einem erfolglosen Bottom des fünften Innings griff erneut die Mercy Rule zugunsten der Paderbornerinnen.
Mit nun zwölf Wins stehen die Untouchables zwar per Win-Vergleich hinter den beiden vor ihnen liegenden Teams, haben allerdings auch mehr Losses auf ihrem Konto und belegen somit derzeit den vierten Platz der Softball-Bundesliga Nord.
Somit dürfte es am Sonntag spannend werden, wenn die Köln Cardinals (derzeit Platz 3) zu Gast in Paderborn sind.
Für die Berlin Ravens steht derweil ein anspruchsvolles Wochenende bevor: Am Samstag geht es zunächst gegen die Ratingen Goose-Necks, die mit lediglich zwei Wins mehr derzeit knapp vor den Berlinern in der Tabelle stehen. Am Sonntag wartet dann mit den Wesseling Vermins der aktuelle Tabellenführer.
Luzie Rabe
Team Ravens


